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Einführung in das Thema

Umsetzung von SDG 7: Nachhaltige Energie für alle

Kurzzusammenfassung

Die Vereinten Nationen haben sich zum Ziel gesetzt, dass bis zum Jahr 2030 alle Menschen Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher und moderner Energie haben sollen. Außerdem sollen bis dahin der Anteil erneuerbarer Energien am weltweiten Energiemix erheblich gesteigert und die globale Energieeffizienz verbessert werden. In allen drei Teilbereichen liegt die Welt jedoch weit hinter dem Plan zurück: Ohne massive zusätzliche Anstrengungen wird SDG 7 verfehlt.

Insbesondere in den ländlichen Gebieten Subsahara-Afrikas haben noch immer hunderte Millionen Menschen keinen Stromanschluss, was ein großes Hindernis für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung darstellt. Durch Energiearmut sind auch zahlreiche andere Ziele für nachhaltige Entwicklung in Gefahr.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien geht stetig voran, allerdings konzentriert er sich hauptsächlich auf reiche Industrieländer und erfolgt im globalen Süden nur schleppend. Insbesondere bei der Wärmeerzeugung und im Verkehrssektor besteht immer noch eine unverändert hohe Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Zudem steigt der globale Energieverbrauch stetig an, was den Ausbau erneuerbarer Energien gegenkompensiert: Ihr Anteil am Weltenergieverbrauch hat sich seit 1990 kaum verbessert.

Ziel der Klimakonferenz muss es sein, die internationale Zusammenarbeit in Bezug auf SDG 7 zu verbessern, Hindernisse und Problembereiche zu identifizieren und Maßnahmen vorzuschlagen, wie die Menge öffentlicher Fördergelder erhöht und ihr Einsatz möglichst effizient gestaltet werden kann.

Einleitung

760 Millionen Menschen hatten im Jahr 2019 keinen Zugang zu Elektrizität. Der größte Teil von ihnen lebt in Subsahara-Afrika. Mehr als 10 Prozent der Erdbevölkerung haben somit kein elektrisches Licht, können keine verderblichen Lebensmittel kühl halten und kein Radio oder Telefon betreiben. Etwa 3 Milliarden Menschen müssen zum Heizen und Kochen offenes Feuer mit schmutzigen Brennstoffen wie Holzkohle oder Tierabfällen benutzen, wodurch jedes Jahr 800.000 Kinder durch verschmutzte Innenluft sterben. Nach dem Willen der Vereinten Nationen sollen bis 2030 alle Menschen Zugang zu moderner und bezahlbarer Energie haben. Der Energiesektor sorgt aber auch für mehr als 70 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen und ist somit hauptverantwortlich für den Klimawandel, weshalb die weltweite Umstellung auf erneuerbare Energien von höchster Priorität ist.

Hintergrund und Grundsätzliches

Im September 2015 verabschiedete die UN-Generalversammlung in Resolution A/RES/70/1 die siebzehn Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Als SDG 7 haben sich die Vereinten Nationen zum Ziel gesetzt, für alle Menschen den Zugang zu „bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie“ zu sichern. Hierfür wurden drei Unterziele definiert:

Bis zum Jahr 2030 sollen alle Menschen Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher und moderner Energie haben. Hiermit sind der Zugang zu Elektrizität und die Verfügbarkeit sauberer Brennstoffe zum Kochen gemeint. Das Wort „nachhaltig“ wurde für dieses Unterziel bewusst ausgelassen.

Bis zum Jahr 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien an der weltweiten Energieproduktion substanziell gesteigert werden. Viele Staaten wünschten sich, eine Verdopplung des Anteils anzustreben, in der Endfassung der Resolution wurde aber nur noch von einer „substanziellen“ Steigerung gesprochen, was bewusst nicht näher definiert wurde.

Bis zum Jahr 2030 soll die Verbesserungsrate der globalen Energieeffizienz verdoppelt werden.

Eine zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung ist für alle Bereiche des menschlichen Lebens unverzichtbar: Landwirtschaft, Industrie, Infrastruktur, Gesundheitsversorgung, Bildungswesen und Kommunikation können ohne Energie allesamt nicht funktionieren. Fehlender Zugang zu Energie ist somit ein großes Hindernis für die menschliche und wirtschaftliche Entwicklung und schränkt das Potenzial eines Landes empfindlich ein. Zwischen Verfügbarkeit elektrischer Energie und dem Pro-Kopf-BIP gibt es einen starken Zusammenhang, so hat in den 46 am wenigsten entwickelten Ländern nur etwa jede*r Zweite einen Stromanschluss.

SDG 7 ist mit den anderen Entwicklungszielen eng verbunden: das Beenden von Armut (SDG 1) und Hunger (SDG 2) oder das Schaffen von anhaltendem, inklusivem und nachhaltigem Wirtschaftswachstum (SDG 8) sind ohne gesicherte Energieversorgung nicht vorstellbar. Da in Haushalten ohne Elektrizitätsanschluss in der Regel Frauen und Mädchen für die Primärenergieversorgung zuständig sind, indem sie beispielsweise Brennstoff zum Heizen und Kochen sammeln, ist der universelle Zugang zu moderner Energie auch wichtig für die Gleichstellung der Geschlechter (SDG 15).

Weltweit werden jedes Jahr etwa 50 Milliarden Tonnen an Treibhausgasen ausgestoßen, wovon mit 73 % der Löwenanteil bei der Produktion von Energie in Form von Elektrizität, Wärme und Transportleistung entsteht. Es entfallen etwa 24 % auf den Energiebedarf der Industrie (insbesondere in der Eisen- und Stahlherstellung und in der Chemie und Petrochemie), 16 % auf den Energiebedarf des Verkehrs (mit 12 % insbesondere auf den Straßenverkehr) und 11 % bzw. 7 % auf die Strom- und Wärmeproduktion für Wohn- bzw. Geschäftsgebäude. Unser Energiebedarf für Elektrizität, Wärme und Verkehr ist somit die Hauptursache für den menschengemachten Klimawandel.

Die schnelle, globale Umstellung auf emissionsfreie, erneuerbare Energien ist also auch zur Erreichung von SDG 13 („dringendes Handeln zur Bekämpfung des Klimawandels“) unerlässlich. Bei der Stromerzeugung ist die Technologie hierbei am meisten fortgeschritten, während es in den Bereichen Wärme und Verkehr nur langsam vorangeht.

Aktuelles

Zum jetzigen Zeitpunkt liegt die Weltgemeinschaft in allen drei Teilzielen weit hinter dem Plan zurück. Ohne große zusätzliche Anstrengungen wird SDG 7 bis 2030 nicht mehr erreicht werden können.

760 Millionen Menschen hatten im Jahr 2019 keinen Zugang zu Elektrizität. 84 % der Betroffenen leben in ländlichen Gebieten und mehr als die Hälfte in Regionen, die von gewalttätigen Konflikten betroffen sind. Während es in Lateinamerika, der Karibik, Ost- und Südasien nennenswerte Fortschritte gegeben hat, ist das Problem in Afrika und insbesondere in Subsahara-Afrika noch immer drängend. Dort ist jede*r Zweite betroffen und die Zahl der Haushalte ohne Stromanschluss ist im Zuge der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 sogar gestiegen. Mit der bisherigen Ausbaurate werden im Jahr 2030 etwa 660 Millionen Menschen noch immer ohne Elektrizitätszugang leben. Um SDG 7 noch zu erreichen, muss die Ausbaurate in den nächsten acht Jahren mehr als verdreifacht werden.

2,6 Milliarden Menschen kochten ihr Essen im Jahr 2019 mit schmutzigen Brennstoffen wie Holz oder Kohle. Das ist zwar eine Verbesserung gegenüber 3,0 Milliarden im Jahr 2010, mit projizierten 2,4 Milliarden im Jahr 2030 ist der Fortschritt jedoch weiterhin unbefriedigend.

Der Anteil erneuerbarer Energien am globalen Energieverbrauch betrug 16,4 % im Jahr 2010 und 17,1 % im Jahr 2018. Diese enttäuschende Entwicklung liegt darin begründet, dass der weltweite Energieverbrauch mit fast derselben Rate ansteigt, mit der die erneuerbaren Energien ausgebaut werden. Die Dekarbonisierung des Energiesektors liegt also weiterhin in großer Ferne. Bei der Stromerzeugung sind die Fortschritte am größten. 25,4 % der weltweiten Elektrizitätserzeugung stammten 2018 aus erneuerbaren Quellen. Der größte Anteil entfiel dabei auf Wasserkraft, während Wind- und Solarenergie jedoch die höchsten Wachstumsraten aufwiesen. Es bleibt jedoch zu betonen, dass die Wärmeerzeugung einen mehr als doppelt so hohen Anteil am Gesamtenergieverbrauch hat wie die Elektrizitätsproduktion und auf diesem Gebiet kaum nennenswerte Fortschritte gemacht konnten, sicherlich nicht zuletzt aufgrund der geringen politischen Aufmerksamkeit für das Thema.

Die globale Energieeffizienz betrug 5,6 MJ/USD im Jahr 2010 und 4,8 MJ/USD im Jahr 2018. Während zwar von Jahr zu Jahr eine Verbesserung erreicht werden kann, ist diese aber nicht ausreichend, um die Zielsetzung von SDG 7 zu erfüllen. So stieg die Energieeffizienz zwischen 1990 und 2010 um durchschnittlich 1,3 % pro Jahr, von 2017 und 2018 jedoch nur noch um 1,1 %. Bis 2030 muss sich die Energieeffizienz jedes Jahr um 3 % verbessern, um das Ziel zu erreichen. Anhaltend niedrige Öl- und Gaspreise und die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie stehen dem jedoch noch im Wege.

Probleme und Lösungsansätze

SDG 7 nimmt im Kontext der Ziele für nachhaltige Entwicklung eine Schlüsselrolle ein, da zahlreiche andere Ziele ohne eine Lösung der globalen Energie- und Klimaproblematik nicht erreicht werden können. Im Kern besteht jedoch ein Zielkonflikt zwischen seinen drei Unterzielen. Alle Menschen sollen Zugang zu verlässlicher und bezahlbarer Energie erhalten (was im Allermindesten bedeutet, bis 2030 fast eine Milliarde Menschen neu an das Stromnetz anzuschließen), während gleichzeitig eine globale Abkehr von fossilen Energieträgern stattfinden muss. Wenn diese beiden Bemühungen nicht miteinander kollidieren sollen, sind eine nachhaltige Gestaltung des Transformationsprozesses und insbesondere eine weitreichende Kooperation zwischen dem Globalen Norden und Süden unbedingt erforderlich.

Investitionen in erneuerbare Energien erfolgen hauptsächlich durch Privatunternehmen, aber insbesondere die 46 am wenigsten entwickelten Länder sind auf öffentliche Gelder und damit auf die Unterstützung durch den Globalen Norden angewiesen. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 22 Milliarden US-Dollar an zwischenstaatlicher öffentlicher Entwicklungshilfe für den Ausbau erneuerbarer Energien investiert, im Jahr 2018 hingegen nur noch 14 Milliarden. Zur Umsetzung von SDG 7 ist es aber zwingend erforderlich, dass diese Investitionen noch wesentlich ansteigen. Es ist außerdem wichtig, dass hauptsächlich diejenigen Staaten unterstützt werden, die bei der Umsetzung von SDG 7 am meisten zurückliegen. Derzeit ist dies noch nicht der Fall: Nur 20 Prozent der Fördergelder gehen an die am wenigsten entwickelten Länder, Tendenz seit 2010 konstant.

Der Nutzen öffentlicher Fördergelder kann maximiert werden, indem sie strategisch so eingesetzt werden, dass sie zusätzliche Privatinvestitionen anziehen. Beispielsweise ist es möglich, Fördergelder auf die Infrastruktur zu konzentrieren (zum Beispiel auf die Erneuerung und den Ausbau von Leitungsnetzen) und die Bereitstellung von Kraftwerken dem Privatsektor zu überlassen.

Da sich das Problem des fehlenden Zugangs zu Elektrizität auf die ländlichen Regionen konzentriert, ist eine besondere Förderung von dezentralisierter Elektrifizierung sinnvoll, beispielsweise durch den Aufbau von Minigrids und die finanzielle und administrative Unterstützung von Off-Grid-Lösungen. Der Finanzbedarf zur Elektrifizierung sehr ländlicher Räume kann so erheblich gesenkt werden. 2018 gab es in Afrika bereits etwa 2000 solarbetriebene Minigrids.

Der universelle Zugang zu sauberen Kochmöglichkeiten findet auf der internationalen Bühne nur wenig Beachtung, obwohl es das Teilziel von SDG 7 ist, welches am meisten hinter dem Plan zurückliegt. In Brasilien, China, Indien, Indonesien und Pakistan hat es auf diesem Gebiet erhebliche Fortschritte gegeben, während es in Subsahara-Afrika kaum vorangeht. Der Ausbau internationaler und nationaler Förderung ist unbedingt erforderlich, aber es muss auch besser verstanden werden, welche kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Faktoren zum stagnierenden Fortschritt in Subsahara-Afrika führen. Technologien wie batterieunterstützte Solarkocher stehen bereits zur Verfügung und müssen eine weitere Verbreitung erfahren.

Neben finanzieller Unterstützung muss der weltweite Ausbau erneuerbarer Energien auch durch eine verbesserte internationale Zusammenarbeit erfolgen, zum Beispiel durch die Erleichterung des Zugangs zu Forschung und Technik.

Beim Ausbau erneuerbarer Energien muss ein viel größerer Fokus auf Wärme- und Kälteerzeugung gelegt werden als bisher. Stand 2019 haben sich 166 Staaten ein nationales Ziel für erneuerbare Stromerzeugung gesetzt, aber nur 49 Staaten ein Ziel für erneuerbare Heizung und Kühlung, obwohl ein Viertel des weltweiten Energiebedarfs auf Wärmeproduktion für Wohnungen und Geschäfte und ein weiteres Viertel auf industrielle Prozesse entfällt.

Ein wichtiger Ansatzpunkt zur Umsetzung der Energiewende bei der Wärmeerzeugung ist elektrisches Heizen. Der Austausch kohlegefeuerter Heizungen durch elektrische Wärmepumpen kann erhebliche Mengen an Treibhausgasemissionen einsparen, wenn der verwendete Strom aus erneuerbaren Energien produziert wird. Hierdurch steigt der Strombedarf erheblich, aber das Stromnetz gewinnt auch an Flexibilität: Gut gedämmte Gebäude kühlen nur langsam aus, so dass geheizte Räume quasi als „Energiespeicher“ fungieren können. Last- und zeitabhängige Stromtarife können Verbraucher dazu anregen, ihre Energienachfrage den Netzanforderungen anzupassen. Wo Elektrifizierung nicht möglich oder sinnvoll ist, kann stattdessen versucht werden, Erdgas zum Beispiel durch grünen Wasserstoff zu ersetzen. Bestehende Infrastruktur kann hierfür häufig in Teilen weitergenutzt werden.

Weitere Ansatzpunkte zur erneuerbaren Gestaltung der Wärmegewinnung sind der Austausch ineffektiver Biomasse (Holz, Pflanzenreste, Dung etc., die in wenig entwickelten Ländern häufig zum Heizen verwendet werden) durch moderne Biokraftstoffe oder die Förderung von Solar- und Geothermie. Letztere Anlagen sind über ihre gesamte Lebensdauer sehr kosteneffektiv, verlangen aber häufig hohe Anfangsinvestitionen. Durch Darlehen, Fördergelder, Steuervergünstigungen oder Subventionen kann ihre Verbreitung unterstützt werden.

Ein besonderes Problemfeld stellt die Beziehung zwischen SDG 7 und der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie dar. So werden in Subsahara-Afrika nur 28 Prozent der Gesundheitseinrichtungen zuverlässig mit Elektrizität versorgt. Effektive Pandemiebekämpfung, ärztliche Behandlung und Gesundheitsprävention sind unter diesen Umständen nicht möglich. Falls nicht anders möglich, muss diesem Problem zum Beispiel durch priorisierte Versorgung von medizinischen Einrichtungen und Notfalldiensten begegnet werden.

Diskussionspunkte

  • Mögliche Fragen, die die Diskussion im Gremium mitgestalten könnten:
  • Das Ziel, bis 2030 allen Menschen Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher Energie zu verschaffen, ist in Gefahr. Welche Maßnahmen können ergriffen werden, um es noch zu erreichen?
  • Der Energiesektor ist für mehr als 70 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs verantwortlich. In welchen Bereichen besteht noch besonders großer Verbesserungsbedarf beim Ausbau erneuerbarer Energien? Wo sollte priorisiert angesetzt werden?
  • Der weltweite Energiebedarf steigt immer weiter an, bis 2040 voraussichtlich um mehr als 25 %. Welche Anreize können geschaffen werden, um auf den weiteren Ausbau fossiler Energiequellen zu verzichten und stattdessen die erneuerbaren Energien stärker voranzutreiben?
  • Viele Länder des globalen Südens bieten exzellente Voraussetzungen für erneuerbare Energien, beispielsweise eine ganzjährig hohe Sonneneinstrahlung. Trotzdem erfolgt der Ausbau erneuerbarer Energien dort sehr viel langsamer als in den Industrieländern. Wie können diese Potenziale besser genutzt werden?

Hinweise zur Recherche und weiterführende Links

Die fünf mit der Begleitung der SDGs betrauten UN-Organisationen veröffentlichen einen jährlichen Bericht zum Fortschritt bei der Umsetzung von SDG 7, der hier eingesehen werden kann: https://trackingsdg7.esmap.org/data/files/download-documents/2021_tracking_sdg7_report.pdf.
Es wird der aktuelle Stand von SDG 7 nach Unterzielen aufgeschlüsselt ausgeführt und mit relevanten Daten und Statistiken belegt. Zudem identifiziert der Bericht wichtige und aktuelle Entwicklungen, zeigt bestehende Probleme auf und unterbreitet Vorschläge für politische Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene. Dies ist ein langer, englischsprachiger Text, schon das Überfliegen der Schaubilder ist zur weiteren Recherche aber interessant und empfehlenswert. Eine (ebenfalls englischsprachige) Kurzzusammenfassung gibt es hier: https://trackingsdg7.esmap.org/data/files/download-documents/2021_tracking_sdg7_executive_summary.pdf

Weitere offizielle UN-Dokumente (alle englisch):

Informationen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ):

„Grüne Bürgerenergie für Afrika“ ist ein kurzes Konzeptpapier des BMZ, wie Energiearmut auf dem afrikanischen Kontinent beseitigt und klimafreundliche Entwicklung gefördert werden könnte: https://www.bmz.de/resource/blob/23544/9688a39c53eec0e557d5da0c1857d2f3/strategiepapier395-06-2017-data.pdf 

Informationen der Vereinten Nationen (alle englisch):

Daten und Statistiken (alle englisch):

Beiträge von Nichtregierungsorganisationen:

Begriffslexikon

Am wenigsten entwickelte Länder: Eine Gruppe von 46 Entwicklungsländern, die nach Einschätzung des UN-Komitees für Entwicklungspolitik als besonders arm gelten.

Dekarbonisierung: Abkehr von Prozessen, die CO2 freisetzen.

Energieeffizienz: Quotient zwischen eingesetzter Primärenergie und Bruttoinlandsprodukt. Die Energieeffizienz sagt also aus, wie viel Energie benötigt wird, um eine bestimmte Wirtschaftsleistung zu erzielen. Gemessen in Megajoule pro US-Dollar (niedrige Werte sind besser).

Energiesektor: Umfasst die Produktion von Elektrizität und Wärme in der Industrie, in Wohnungen und Geschäften sowie den Land-, See- und Luftverkehr. Mit „Energie“ ist also nicht nur elektrischer Strom gemeint.

Erneuerbare Energien: Unerschöpfliche Energiequellen wie Solar- und Geothermie, Biomasse, Wasser- und Windkraft.

Globaler Norden / Süden: Industrie- bzw. Entwicklungsländer. 

Grüner Wasserstoff: Wasserstoff, der mittels Elektrolyse aus Wasser hergestellt wird (anstatt beispielsweise aus Erdgas).

Minigrid: Kleines, autarkes Stromnetz für ein Dorf, das nicht mit dem zentralen Netz eines Landes verbunden ist.

Off-Grid-Lösung: Autarke Stromversorgung für einen oder sehr wenige Haushalte, die keinen Anschluss an ein Leitungsnetz benötigt, zum Beispiel eine eigenständig arbeitende Solaranlage.

Petrochemie: Herstellung chemischer Produkte aus Erdöl und Erdgas.

Primärenergie: Energie, wie sie in der Natur direkt vorgefunden werden kann, zum Beispiel als Brennstoff (Holz, Kohle, Erdgas, …) oder als Sonneneinstrahlung.

Pro-Kopf-BIP: Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt, also Wirtschaftsleistung pro Einwohner.

SDG 7: Das siebte der siebzehn Ziele für nachhaltige Entwicklung. Alle Menschen sollen Zugang zu bezahlbarer, zuverlässiger, nachhaltiger und moderner Energie haben.

Sustainable Development Goals: Politische Zielsetzungen der Vereinten Nationen mit 17 konkreten Vorhaben, die 2016 beschlossen wurden und bis zum Jahr 2030 umgesetzt sein sollen. Ein besonderer Fokus liegt auf nachhaltiger Entwicklung.

Quellenangaben

Dieser Einführungstext wurde mithilfe der im Abschnitt „Hinweise zur Recherche und weiterführende Links“ genannten Quellen erstellt. Alle dort genannten Webseiten wurden am 9. März 2022 abgerufen.

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